Intercom
Guides

Jurte: Was ist das und woher kommt sie?

Eine Jurte ist weit mehr als ein rundes Zelt. Woher sie kommt, wie sie gebaut ist und was sie so besonders macht.

Jurte: Was ist das und woher kommt sie?
In diesem Artikel

Eine Jurte ist ein rundes, selbsttragendes Zelt aus einem flexiblen Holzgitter, das mit Filz oder Fellen bedeckt und isoliert wird. Sie stammt aus den nomadischen Kulturen Zentralasiens und dient dort seit Jahrtausenden als Wohnhaus. Heute ist sie auch als Unterkunft für Naturaufenthalte beliebt.

Was ist eine Jurte und woher kommt sie?

Die Jurte hat ihre Wurzeln in den nomadischen Kulturen Zentralasiens und diente dort über Jahrtausende hinweg vielen Völkern als Zuhause. Die erste schriftliche Beschreibung einer Jurte als Behausung stammt vom griechischen Historiker Herodot, der sie als Wohnstätte der Skythen beschrieb, einem Nomadenvolk, das etwa von 600 v. Chr. bis 300 n. Chr. rund um das nördliche Schwarze Meer und in Zentralasien lebte.

Eine Jurte wird mit Fellen oder Filz bedeckt und isoliert. Sie ist so konstruiert, dass sie warm, transportabel und langlebig ist, unabhängig davon, wie das Wetter sich ändert. Genau diese Kombination hat sie über Jahrtausende zur idealen Behausung für ein Leben unterwegs gemacht.

So ist eine mongolische Jurte gebaut

Die Struktur einer mongolischen Jurte besteht aus einem flexiblen, scherengitterartigen Geflecht aus Holz oder Bambus für die Wände, einem Türrahmen und einem zentralen runden Dachring, der die Jurte selbsttragend macht. Diese Verbindung aus Stabilität und Flexibilität bedeutete, dass eine traditionelle Jurte in wenigen Stunden auf- und wieder abgebaut werden konnte. Typischerweise bot sie Platz für 5 bis 15 Personen.

Moderne Jurten werden heute teilweise mit Metallrahmen, Dachfenstern und weiterer moderner Ausstattung gebaut. Doch unabhängig von der Bauweise stehen sie für eine Tradition, die Jahrtausende zurückreicht.

Struktur einer mongolischen Jurte

Fakten über mongolische Jurten

Historische Bedeutung: Die Jurte diente nomadischen Völkern in Zentralasien über Jahrtausende als Zuhause.

Aufbau: Eine traditionelle Jurte ist mit Fellen oder Filz bedeckt und isoliert, die Wände bestehen aus einem flexiblen Holz- oder Bambusgitter.

Selbsttragende Konstruktion: Die Jurte kommt ohne Nägel und Stützpfeiler aus. Der zentrale Dachring und der Türrahmen geben ihr die nötige Stabilität.

Aufbauzeit: Eine traditionelle Jurte lässt sich in nur wenigen Stunden auf- und abbauen.

Kapazität: Eine Standardjurte bietet Platz für 5 bis 15 Personen.

Wie ist es, in einer Jurte zu wohnen?

Eine Jurte ist rund, was den Raum völlig anders wirken lässt als ein rechteckiges Zimmer. Es gibt keine Ecken, der Blick wandert. In der Mitte befindet sich traditionell die Feuerstelle oder ein Ofen, darüber der Dachring, durch den Licht hereinfällt und Rauch abzieht.

Der Filz isoliert erstaunlich gut. Traditionelle Jurten halten Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt stand, weshalb sie in der Mongolei ganzjährig bewohnt werden. Wie warm eine einzelne Jurte tatsächlich ist, hängt aber stark von der Bauweise und der Heizmöglichkeit ab.

Häufig gestellte Fragen zu Jurten

Eine Jurte ist ein rundes, selbsttragendes Zelt mit einem Gittergerüst aus Holz oder Bambus, bedeckt mit Filz oder Fellen. Sie stammt aus Zentralasien und wird dort seit Jahrtausenden als Wohnhaus genutzt.

Eine Standardjurte bietet Platz für 5 bis 15 Personen. Jurten, die als Unterkunft für Übernachtungen eingerichtet sind, sind meist auf 2 bis 6 Personen ausgelegt.

Ja, traditionell schon. Der Filz isoliert sehr gut, und mit einem Ofen in der Mitte werden Jurten in der Mongolei ganzjährig bewohnt. Bei modernen Jurten hängt es von der Bauweise und der Heizmöglichkeit ab, das steht in der Regel in der Beschreibung.

Gemeint ist dasselbe. "Jurte" ist das im Deutschen übliche Wort, "Yurt" die englische Schreibweise. Im Mongolischen heißt sie übrigens "Ger".

Eine traditionelle Jurte kommt ohne Nägel und Stützpfeiler aus und lässt sich in wenigen Stunden auf- und abbauen. Der zentrale Dachring und der Türrahmen machen die Konstruktion selbsttragend.

Eine Bauweise, die Jahrtausende überdauert hat

Die Jurte ist eine der ältesten Wohnformen, die bis heute in Gebrauch sind. Eine Konstruktion, die ohne einen einzigen Nagel auskommt, in wenigen Stunden steht und trotzdem einem mongolischen Winter standhält. Dass sie heute auch als besondere Übernachtungsform wiederentdeckt wird, ist eigentlich nur folgerichtig.