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Nordlichter: Alles, was du wissen musst

Was Nordlichter sind, wann und wo man sie sieht, und wie man sie am besten fotografiert.

Nordlichter: Alles, was du wissen musst
In diesem Artikel

Nordlichter gehören zu den eindrücklichsten Naturschauspielen überhaupt: grüne, manchmal violette oder rote Bänder, die sich lautlos über den Nachthimmel bewegen. Wer sie einmal live gesehen hat, versteht sofort, warum Menschen dafür in den hohen Norden reisen.

Hier erfährst du, wie Nordlichter entstehen, wann und wo die Chancen am besten stehen, und wie du sie richtig fotografierst.

Wie entstehen Nordlichter?

Nordlichter, wissenschaftlich Polarlichter genannt, entstehen, wenn geladene Teilchen aus dem Sonnenwind auf die Erdatmosphäre treffen und dabei mit Sauerstoff- und Stickstoffmolekülen zusammenstoßen. Diese Zusammenstöße setzen Licht frei, meist grün durch Sauerstoff in geringerer Höhe, seltener rot oder violett durch Sauerstoff und Stickstoff in größerer Höhe.

Das Erdmagnetfeld lenkt diese Teilchen zu den Polen, weshalb Nordlichter fast ausschließlich in hohen nördlichen (und südlichen) Breitengraden sichtbar sind. Je stärker der Sonnenwind, desto weiter südlich können sie theoretisch reichen.

Nordlichter am Nachthimmel

Nordlichter oder Polarlichter, wo liegt der Unterschied?

Keiner, es ist derselbe Begriff. "Nordlicht" ist die umgangssprachliche Bezeichnung, "Polarlicht" der wissenschaftlich korrekte Oberbegriff, der auch das Gegenstück am Südpol (Aurora Australis) mit einschließt. Das Nordlicht selbst heißt wissenschaftlich Aurora Borealis.

Wo und wann sieht man Nordlichter?

Am zuverlässigsten sieht man Nordlichter im sogenannten "Aurora-Oval", einem Ring rund um den magnetischen Nordpol. Das schließt Nordnorwegen (etwa Tromsø, Lofoten und das Nordkap), schwedisch und finnisch Lappland sowie Island ein. Deutschland liegt zu weit südlich für regelmäßige Sichtungen.

Die Saison läuft von September bis März, wenn die Nächte lang und dunkel genug sind. Am besten stehen die Chancen zwischen Dezember und Februar. Ihr braucht klaren Himmel und möglichst wenig Lichtverschmutzung, deshalb sind abgelegene Unterkünfte im Vorteil gegenüber Stadthotels.

Kann man Nordlichter in Deutschland sehen?

Selten, aber nicht unmöglich. Bei besonders starken Sonnenstürmen wurden in den letzten Jahren auch aus Norddeutschland und sogar aus Teilen Süddeutschlands Nordlichter gemeldet. Das bleibt aber die Ausnahme und ist nicht planbar. Wer sichergehen will, muss in den Norden reisen.

Apps und Webseiten, die die aktuelle Sonnenaktivität (den sogenannten Kp-Index) anzeigen, helfen dabei, die Chancen für eine bestimmte Nacht einzuschätzen, egal ob zu Hause oder auf Reisen.

Nordlichter fotografieren

Stativ. Unverzichtbar, da die Belichtungszeit meist mehrere Sekunden beträgt. Ohne Stativ wird das Bild verwackelt.

Manuelle Einstellungen. Offene Blende (f/2.8 oder niedriger), ISO 800 bis 3200, Belichtungszeit 3 bis 15 Sekunden je nach Helligkeit des Lichts. Fokus manuell auf unendlich stellen.

Vordergrund. Ein Zelt, ein Baum oder ein See im Bild macht das Foto interessanter als nur der Himmel allein.

Warm anziehen. Ihr steht oft länger als geplant still in der Kälte und wartet auf den richtigen Moment.

Häufig gestellte Fragen zu Nordlichtern

Am zuverlässigsten in Nordnorwegen (Tromsø, Lofoten, Nordkap), schwedisch und finnisch Lappland sowie Island. Die Saison läuft von September bis März, mit den besten Chancen zwischen Dezember und Februar.

Keiner. "Nordlicht" ist die umgangssprachliche Bezeichnung, "Polarlicht" der wissenschaftliche Oberbegriff, zu dem auch das Südlicht (Aurora Australis) zählt.

Selten, aber bei starken Sonnenstürmen kommt es vor, sogar in Teilen Süddeutschlands. Planbar ist das aber nicht. Apps, die den Kp-Index anzeigen, helfen bei der Einschätzung für eine bestimmte Nacht.

Norwegen bietet die beste Kombination aus Zugänglichkeit und verlässlichen Sichtungen, besonders rund um Tromsø und die Lofoten. Schwedisch Lappland und Island sind ebenfalls sehr gut geeignet.

Ein Stativ ist Pflicht, dazu manuelle Kameraeinstellungen: offene Blende, ISO 800 bis 3200, Belichtungszeit 3 bis 15 Sekunden. Ein Vordergrundmotiv wie ein Zelt oder ein Baum macht das Bild interessanter.

Bereit, Nordlichter zu jagen?

Nordlichter lassen sich nicht garantieren, aber wer zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, hat gute Chancen. Eine abgelegene Hütte oder ein Kuppelzelt in Nordnorwegen, weit weg von Lichtverschmutzung, ist der beste Ausgangspunkt dafür.